Zu Besuch im Landschaftsschutzgebiet “Cahlhorner Mühlenbach”

An Pfingsten besuchte Frank Beumker, der im September für das Bürgermeisteramt in Cappeln kandidiert, Landwirt Christoph Renschen, um sich einen Eindruck von dem Cappelner Bruch zu machen. Dieses Areal gehört zu dem 145 ha großen Landschaftsschutzgebiet „Cahlhorner Mühlenbach“ in der Gemeinde Cappeln und ist ein ortbildprägendes Element.

Bevor es in den angrenzenden Mischwald hinausging, wo Eschen, Buchen, Fichten, Douglasien bis hin zu 175-jährigen Eichen eindrucksvoll im Grün standen, zeigte Renschen ein Vogelnest, an dem man sehen konnte, womit die Natur heute zu kämpfen hat. So stellte Beumker fest, dass vom Vogel in dem Nest Kunststofffolie mit eingebunden worden war. Da sich die Vögel die Bestandteile für den Nestbau aus der Umwelt suchen, kann hieran gesehen werden, dass offensichtlich immer mehr Müll in der Umwelt liegt. Renschen erklärte, wenn Vögel Plastikmüll mit in ihre Nester einbauen, ist das selten gut und kann für die Vögel sogar sehr gefährlich sein, da sie sich in Plastikfäden verfangen können oder sich Nässe im Nest stauen kann.
Am Beispiel einer 60-jährigen Fichte und einer gleichaltrigen amerikanischen Douglasie konnte Beumker den unterschiedlich starken Wachstumsverlauf der Baumarten erkennen. So ist die Douglasie im Stamm etwa doppelt so stark gewachsen wie die Fichte, hat verkerntes Holz gebildet und wird nicht vom Borkenkäfer befallen. Aber auch die Probleme in der Forst und die Wichtigkeit einer kontinuierlichen Pflege des Baumbestandes wurden ihm deutlich gemacht. Während die Esche in unserer Gegend derzeit stark von einem Knospenpilz aus China und heimischen Wurzelpilzen befallen ist, wird auf anderer Ebene versucht den Fichtenbestand zu schützen, durch die Bekämpfung des Borkenkäfers.

Von dem einzigartigen Biotop zeigte sich Frank Beumker sehr beeindruckt. So gab es vom Maiglöckchen über dem blühenden Waldmeister bis hin zur seltenen vierblättrigen, giftigen Einbeere (Augenkraut) eine Vielzahl an Kräutern, Wildblumen und Gräsern zu bestaunen. Zur Erhaltung des Charakters dieses abwechslungsreichen Landschaftsbildes und der darin enthaltenen Biotope wurde das Gebiet 1936/92 zum Landschaftsschutzgebiet erklärt.
„Es ist nicht zu übersehen, welchen wichtigen Stellenwert, der Natur- und Umweltschutz und der Erholungswert besonders auch in der Gemeinde Cappeln als prägendes Element einnimmt“, sagte der Bürgermeisterkandidat der CDU. Er betont, dass es ihm ein besonderes Anliegen sein wird, sich für dieses bedeutsame Thema im Besonderen einzusetzen, getreu dem Motto: „Nur was man kennt, kann man auch schützen.“