Cappeln, 16.06.2021 Die Mitglieder des Gemeindeverbandes der CDU Cappeln nominierten am Mittwoch ihre Kandidaten für die Kommunalwahl im September 2021.

Christoph Eilers, Vorsitzender der CDU-Gemeindeverbandes Cappeln begrüßte die zahlreichen Mitglieder zu der Versammlung in der Sporthalle in Cappeln. Eilers war erfreut darüber, dass der Vorstand den Mitgliedern ein tolles, motiviertes Kandidatenteam vorstellen könne.

Die Mitgliederversammlung stellte in den Wahlen folgende Liste auf: 1. Torsten Reichenbach, 2. Christin Eilers, 3. Philipp Greten, 4. Ursula Niemeyer, 5. Paul Wilken, 6. Karina Ameskamp, 7. Johann Sieverding, 8. Silke Haase, 9. Stefan Knipper, 10. Stefan Ahrens, 11. Natalia Klaus, 12. Gregor Brokamp, 13. Maik Bakenhus, 14. Reinhold Meyer, 15. Jana Drees, 16. Carsten Wichmann, 17. Ludger Behnke

Für den Kreistag sind nominiert Ursula Niemeyer und Maik Bakenhus.

Abschließend nutzte der CDU-Bürgermeisterkandidat Frank Beumker die Gelegenheit, um sich bei den Mitgliedern für die große Unterstützung zu bedanken. In gemeinsamen Gesprächen und Firmenbesuchen habe er schon viele Bürgerinnen und Bürger aus einzelnen Ortteilen kennenlernen können. „Ich habe hier ein tolles Team mit starken Persönlichkeiten und wir werden gemeinsam einen engagierten Wahlkampf betreiben. Ziel ist es, Cappeln mit allen Gemeindeteilen durch neue Ideen weiterzubringen.

 

Bildbeschreibung

Von links: Torsten Reichenbach, Natalia Klaus, Christin Eilers, Ludger Behnke, Johann Sieverding, Maik Bakenhus, Stefan Ahrens, Ursula Niemeyer, Paul Wilken, Carsten Wichmann, Jana Drees, Philipp Greten, Gregor Brokamp, Stefan Knipper, Silke Haase, Karina Ameskamp. Es fehlt Reinhold Meyer.

Mitglieder der CDU Cappeln besuchten am Samstag, dem 05. Juni, zusammen mit Frank Beumker, CDU-Kandidat für das Bürgermeisteramt in Cappeln, die Fachwerkbau-Zimmerei Lübbehüsen GmbH in Cappeln-Wißmühlen, um sich einen Eindruck von dem bereits in dritter Generation aktiven, traditionsreichen Handwerksbetrieb zu machen.
Begleitet wurde Beumker neben seinem Sohn Benedikt von dem CDU-Ratsherrn Paul Wilken aus Elsten sowie den CDU-Ratskandidaten für die kommende Kommunalwahl Karina Ameskamp, Stefan Knipper und Gregor Brokamp.

Das Familienunternehmen Lübbehüsen beschäftigt 30 Mitarbeiter, darunter 8 Auszubildene. Vom Holzrahmenbau, herkömmlichen Zimmererarbeiten, dem Innenausbau und Dachdeckerarbeiten werden vielfältige Leistungen angeboten. Besonders bekannt ist der Name Lübbehüsen allerdings für den Fachwerkbau, worauf sich der Betrieb spezialisiert hat. Die Fachwerkbauten des Fachwerkspezialisten Lübbehüsen sind mittlerweile in ganz Deutschland zu finden, wie Senior-Chef Heinrich Lübbehüsen erklärte.

Eindrucksvoll führte er zusammen mit seiner Frau Bernadette sowie mit Sohn und Junior-Chef Bernd Lübbehüsen die Besucher durch den Betrieb. So konnte eine hochmoderne, computergesteuerte Abbundanlage in Aktion bewundert werden. In eine Holzbohle wurde der Schriftzug CDU gefräst und als Andenken an CDU-Bürgermeisterkandidat Beumker überreicht.

„Um Sprüche sind wir nicht verlegen“, erzählte Heinrich Lübbehüsen auf Nachfrage der Besucher zu den vielen Inschriften in den Fachwerksbauten. So verriet er, dass sein Vater Otto Lübbehüsen, der den Betrieb 1963 in Wißmühlen gründete und im Januar 2020 verstarb, damals klar entschieden hatte, nicht den einfachen Weg der Massenproduktion zu gehen, bei dem man hätte Geld verdienen aber nichts mehr selber entscheiden können. Stattdessen bietet man erstklassiges Handwerk immer mit einem guten Spruch.

Dass es neben der Zimmerei mit Abbundanlagen auch eine Werkstatt für Dachdeckung und Bauklempnerei gibt, ist der großen Nachfrage für Komplett-Pakete zu verdanken. „Es ist daher vorteilhaft alle 3 Gewerke unter einem Dach zu haben“, berichtet Bernd Lübbehüsen.
Allerdings wies er auch daraufhin, dass es aktuell für das Handwerk nicht einfach ist, da die Baustoffpreise derzeit explodieren. Holz ist noch vorhanden, aber die Kosten haben sich in den vergangenen Monaten mehr als verdreifacht. Dies schlägt sich dann natürlich auf die Angebotspreise nieder und das hat so manchen Bauherrn bereits zu Rückziehern veranlasst. „Das Handwerk muss sich immer rechtfertigen“, beschwert sich Lübbehüsen, obwohl die drastischen Preissteigerungen nicht von den Handwerksbetrieben zu verantworten sind.

Abschließend betonte Bürgermeisterkandidat Beumker, der sich selbst als pragmatischen Typ sieht, wie wichtig eine starke heimische Wirtschaft ist. „Man darf nicht nur im Rathaus sitzen. Es ist sinnvoll Betriebe zu besuchen, weil der persönliche Austausch und eine Begegnung auf Augenhöhe wichtig ist.“

Hier der Antrag der CDU-, UWG-, SPD Fratkion:

Die CDU-, UWG-, und SPD-Fraktion haben sich konstruktiv über die weiteren Schritte zur Realisierung des Neubaus eines Dorfgemeinschaftshauses / Rathauses ausgetauscht. Es herrscht Einigkeit darüber, dass am Standort Cloppenburger Straße / Große Straße ein entsprechendes Gebäude zeitnah errichtet werden soll.
In den letzten Wochen ist klar geworden, dass der geplante Siegerentwurf aus dem gemeinsam beschlossenen Architektenwettbewerb nicht zu den kalkulierten Kosten realisiert werden kann. Diese Kosten bildeten die Grundlage für den am 17.02.2020 gefassten Ratsbeschluss.
Diese neue Situation hat zu Diskussionen geführt, die die o. g. Fraktionen beenden möchten, um gemeinsam nach einem Lösungsweg für die Realisierung des Projektes Dorfgemeinschaftshaus / Rathaus zu suchen und ihn dann auch gemeinsam zu beschreiten.
Dies ist mit den aktuellen Planungen nicht mehr gewährleistet, weshalb wir uns neben den aktuellen Umsetzungsbemühungen für eine alternative Planung im Rahmen eines privaten Investorenmodells aussprechen.
Obwohl die von der Politik geforderte Informationsveranstaltung zum Thema ÖPP noch nicht stattgefunden hat, sind sich die o. g. Fraktionen nach eingehender Recherche darüber einig, dass die Realisierung über ÖPP nicht zu dem gewünschten Ergebnis führt. Die zeitliche und wirtschaftliche Kalkulierbarkeit sowie eine langfristig transparente Kostendarstellung gegenüber der Öffentlichkeit sind damit nicht gegeben. Kritisch betrachten wir auch die Einwirkungsmöglichkeiten der öffentlichen Hand während und nach der Umsetzung. Daher sehen wir von einer weiteren Prüfung von ÖPP ab.

Die CDU-, UWG- und SPD- Fraktion beantragen den am 17.02.2020 beschlossenen Ratsbeschluss: „Die Gemeinde Cappeln errichtet auf den Grundstücken im Bereich des Kreuzungsbereiches Cloppenburger Straße / Große Straße ein Dorfgemeinschaftshaus sowie ein neues Rathaus auf der Grundlage der Pläne des Siegerentwurfs des Realisierungswettbewerbs. Das Gebäude wird ohne Bücherei gebaut und entsprechend verkleinert.“ wie folgt zu erweitern:
1. Investoren soll die gesamte Fläche von ca. 5.000 m² angeboten werden.
2. Neue Planungen dürfen vom Ergebnis des Architektenwettbewerbes abweichen, müssen aber hinsichtlich der aktuellen Planungen in Qualität und Ausstattung vergleichbar bleiben.
3. Die Vorgaben des Dorfentwicklungsplanes und des Raumkonzeptes sollen eingehalten werden.
4. Die vorliegenden Planungsentwürfe mit Stand vom 17.02.2020 des Siegerentwurfes werden bei Bedarf möglichen Investoren zur Verfügung gestellt.
5. Nach Fertigstellung erwirbt die Gemeinde das Dorfgemeinschaftshaus / Rathaus inkl. der dazugehörigen Außenanlagen von dem Investor. Der Kostenrahmen soll die vom 17.02.2020 beschlossenen 6,9 Mio. Euro nicht überschreiten. Bisherige Abriss- und Planungskosten sind von dieser Summe abzuziehen.
6. Der Gemeinderat entscheidet nach Ablauf der gesetzten Frist, ob und welcher Investor die Immobilie nach seinen Entwürfen bauen soll. Der Siegerentwurf bleibt im Entscheidungsprozess gleichberechtigt. Der Arbeitskreis Dorfentwicklung soll beratend mit einbezogen werden.
7. Der aktuell gültige Bebauungsplan kann der Alternativplanung des Investors angepasst werden.
8. Alle relevanten rechtlichen Rahmenbedingungen und anwendbare Fördermöglichkeiten sollen für die o.g. Punkte durch die Verwaltung geprüft werden.
Die bisherigen Planungen sollen in ihrer aktuell gültigen Form beibehalten werden. Die o.g. Vorgehensweise soll parallel gestartet werden. (Siehe Punkt 6.)
Für den Bewertungsprozess und die Einhaltung von Fristen (Antrag Dorferneuerung 15.09.21 (37. KW)) schlagen wir folgenden Zeitrahmen vor:
KW 24, 17.06.21: Sondersitzung Gemeinderat (TOP 1 dieser Antrag, TOP 2 Haushalt 2021) KW 32: Stichtag für die Abgabe von Alternativvorschlägen von Privatinvestoren KW 32/33: Sitzung Ratsinformation mit Vorstellung der Entwurfsplanungen der Privatinvestoren KW 33/34: Sitzung Planungs-, Umwelt- und Wegeausschuss KW 34/35: Sitzung Verwaltungsausschuss (ggf. direkt vor Sitzung Gemeinderat) KW 34/35: Sitzung Gemeinderat mit Beschlussfassung
Die aktuelle Situation auf dem Bausektor ist in Bezug auf Verfügbarkeit von Baustoffen und einer realen Preisfindung zurzeit sehr schwer einzuschätzen. Auch aus diesem Grund halten wir ein Überdenken der bisherigen Planungen für angebracht und notwendig. Die o. g. Fraktionen beweisen durch dieses Vorgehen ein verantwortliches Handeln im Umgang mit Steuermitteln.

Zielgerichtet und im Sinne der Ortskernbelebung sollen die Planungen nun agil vorangetrieben werden.
Im Rahmen dieser Planungen ist es uns auch wichtig, eine Antwort auf die in den letzten Wochen geführte Debatte hinsichtlich der haushaltstechnischen Darstellung des Bauvorhabens im Haushalt 2021 zu finden. Durch das gemeinsame Voranschreiten und die damit verbundene Schaffung der Planungssicherheit wollen wir die öffentliche Debatte mit diesem Antrag nun beenden.

Wir sehen unser Vorgehen als lösungsorientierte Alternative um zielgerichtet die von den Bürgern gewünschte Bebauung und Belebung des Ortskerns in Cappeln voranzutreiben.